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Architektur für die Zukunft: Bauwerk und UNStudio präsentieren neues Münchner Wohnbauprojekt Van B

Ausdrucksstarke Architektur, neue Dimensionen von Raummaximierung und Individualität, visionäres Konzept: Im Herzen Münchens entsteht im Stadtteildreieck Schwabing-West, Neuhausen-Nymphenburg und Maxvorstadt ein Gebäude, das architektonisch wie konzeptionell urbanes Wohnen neu definiert. Sein Name: Van B. Very urban living. Entworfen vom international renommierten Architekten Ben van Berkel von UNStudio aus Amsterdam und initiiert vom Münchner Projektentwickler Bauwerk steht Van B für ein deutschlandweit richtungsweisendes Wohnkonzept. Es löst die Abgrenzung zwischen Innen- und Außenräumen durch seine Architektur auf und schafft über sogenannte Plug-ins maximalen und individuellen Raum. Ihre Pläne haben die Initiatoren am heutigen Mittwoch in einer digitalen Pressekonferenz vorgestellt.

Der ausdrucksstarke Baukörper entsteht auf dem Grundstück der früheren Fakultät für Design der Hochschule für angewandte Wissenschaften an der Infanteriestraße 14. Seit November 2020 laufen die Abbrucharbeiten des Bestandsgebäudes. Der Rohbaustart ist für Mai 2021 geplant, die Fertigstellung für Spätsommer 2023.

Pioniergeist trifft Kreativität: Die Lage

Das rund 2.400 Quadratmeter große Grundstück, auf dem Van B errichtet wird, liegt in unmittelbarer Nähe zum neuen Kreativquartier München. Das 20-Hektar-Areal entsteht im Rahmen einer umfassenden städtebaulichen Neuplanung mit einer Vielfalt aus Wohnen, Wissen, Kreativwirtschaft, Kultur, Start-ups und Tech-Szene. Neben der Hochschule für angewandte Medienwissenschaften wird hier auch das Gründer- und Innovationszentrum Munich Urban Colab beheimatet sein. Van B nimmt den Pioniergeist und die Kreativität dieses Standortes auf und reagiert mit seiner Architektur und seinem Konzept darauf. 

Visionäres Statement: Die Architektur

Ben van Berkel: “Van B ist progressiv, visionär, revolutionär. Aber nicht um seiner selbst willen. Sondern, um auf die Bedürfnisse der künftigen Bewohner und ihre differenzierten Lebensweisen einzugehen. Wir haben bei der Planung des Projektes großen Wert daraufgelegt, das Gebäude international zu gestalten und zugleich auf den Standort maßzuschneidern.” Dabei setzen die Architekten auf eine dynamische Fassade und konträre Werkstoffe. Asymmetrische Vorsprünge, raumhohe Fensterflächen und Balkone projizieren Plastizität und Lebendigkeit zur Straßenseite. Geprägt vom Städtebau in den Niederlanden und in Skandinavien öffnen sogenannte Bay Windows die Wohnungen und lösen die Abgrenzung zwischen Innen- und Außenräumen auf. Zur begrünten Hofseite hin ist die Gebäudehülle terrassenartig abgestuft. Abgerundet wird diese außergewöhnliche Formsprache durch den Dualismus von beschichtetem kupferfarbenem Metall und rauem Glasfaserbeton in Grautönen. 

Individuelle Plug-ins und Community Building in einem: Das Konzept

Die Außergewöhnlichkeit der Gebäudehülle führt sich im Konzept fort, das die Zukunft des Wohnens und miteinander Lebens neu definiert. Denn: Weltweit sorgt die zunehmende Flächenknappheit in den Metropolen dafür, dass Stadt- und Projektentwickler immer wieder neue Wege gehen. Hinzu kommt, dass Menschen heute digitaler, individualisierter und globalisierter als noch vor wenigen Jahren leben. All das wirkt sich darauf aus, wie Großstädter künftig wohnen wollen – und müssen. “Die Größe einer Wohnung entscheidet bereits heute nicht mehr zwingend darüber, ob Interessenten sie kaufen. Vielmehr zählt ein Gesamtkonzept, in dem sie ihre Persönlichkeit wiederfinden und das sich an ihrem Leben orientiert”, erläutert Jürgen Schorn. 

Deshalb setzt Van B auf die Auswahl unterschiedlicher Wohnungstypen. Alle Wohnungen sind aufgeteilt auf sieben Geschosse. Die 52 Flats und Gallery Lofts sind zwischen 44 bis 172 Quadratmeter groß. Die 90 Apartments haben eine Größe von 33 bis 44 Quadratmeter. “Revolutionär ist, dass wir in den Apartments maximalen und individuellen Raum schaffen, der normalerweise nicht da wäre. Feste Räume zum Schlafen, Essen, Arbeiten oder Entspannen gibt es im bisher gedachten Sinne nicht. Die Grundrisse definieren zwar die Zimmerwände sowie Bad und Küche. Alle anderen Bereiche können jedoch aufgelöst und durch schiebbare Plug-ins mit teilweise klappbarem Interieur individuell geschaffen werden. Die Module sind multifunktional und machen ein und denselben Raum so unterschiedlich nutzbar.” Insgesamt neun verschiedene Module stehen zur Auswahl. So gibt es eine Küche oder einen Cleaning-Bereich, die an festen Orten Platz finden. Darüber hinaus aber können je nach Wohnungsgröße entlang eines Schienensystems an der Decke hintereinander bis zu vier Module eingebaut werden. Wo nachts das Schlafzimmer ist, kann tagsüber das Homeoffice, nachmittags der Fitness-Space und abends das Heimkino sein. Dadurch wird aus einem Einzimmer- ein Dreizimmer-Apartment.

So individuell das Konzept von Van B in den eigenen vier Wänden ist, so gemeinschaftlich ist es in den Community-Bereichen. Denn der Rooftop Garden mit München-Panorama und Alpenblick sowie ein begrünter Innenhof mit Fitness- und Ruhezonen sind ebenso für alle Bewohner nutzbar wie die Co-Living-Spaces im Gebäude zum Networken, Co-Working und Entspannen. Neben einem intelligenten Paketpostsystem sorgen eine Bike-Repair-Station und Angebote zu Car- und E-Bike-Sharing für Annehmlichkeiten im Alltag. Darüber hinaus sind Office-Flächen für bis zu sechs Büroeinheiten und 59 Arbeitsplätze geplant. Die dreigeschossige Tiefgarage bietet Platz für 81 Kfz- und zwei Motorradstellplätze sowie E-Mobility. Zudem wird es insgesamt 275 Fahrradstellplätze geben.

Quelle: Bauwerk Bildrechte/Fotograf: Bauwerk (sw)

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