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Trotz Corona-Pandemie: Gebäudesektor als Jobmotor

Neue Prognos-Studie untersucht die wirtschaftlichen und beschäftigungspolitischen Folgen der Pandemie mit Blick auf den Gebäudesektor

Die Corona-Pandemie hat große Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Einerseits brechen sehr viele Jobs weg, andererseits bieten manche Branchen – wie der Gebäudesektor – auch Chancen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos AG “Fachkräftesicherung im Gebäudesektor – Arbeitskräftepotenziale unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie“.

Die Prognos AG kommt in der Studie zu dem Ergebnis, dass in den Jahren 2021 und 2022 insgesamt mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze aufgrund der Covid-19-Pandemie wegbrechen werden. Doch die Studie zeigt auch: Der Gebäudesektor kann knapp ein Viertel dieser Arbeitslosen durch neue Jobs auffangen. 

Der Gebäudesektor ist ein zentraler Baustein in der deutschen Klimapolitik. Die Treibhausgasemissionen in Gebäuden machen rund ein Drittel der gesamten CO2-Emissionen in Deutschland aus und müssen laut Klimaschutzgesetz drastisch reduziert werden. Die Nachfrage nach Heizungen auf Basis Erneuerbarer Energien hat im vergangenen Jahr spürbar angezogen. Das zeigt deutlich: Aktiver Klimaschutz ist für die Bevölkerung gerade auch in der Pandemie ein bedeutsames Thema, und dafür steht eine große Technologiebreite für die Nutzung Erneuerbarer Wärme bereit. Die Klimaschutzziele in Deutschland erfordern umfangreiche Investitionen in die Gebäudemodernisierung. Das Potenzial für heimische Wertschöpfung und eine erhebliche beschäftigungspolitische Offensive ist entsprechend groß.

Doch wie gelingt es, dass Fachkräfte in großer Zahl in den Gebäudesektor wechseln, um die pandemiebedingte Arbeitslosigkeit abzufedern?: Erstens müssen potenzielle Fachkräfte Informationen über die Arbeitsmöglichkeiten im Gebäudesektor erhalten. Zweitens gilt es, die Fachkräfte passgenauzu qualifizieren. Und drittens braucht man Maßnahmen, um die neuen Fachkräfte langfristig zu binden

Der Gebäudesektor umfasst nicht nur die Branche der Maurer und Maler, sondern auch Elektrotechnik, Logistik, das Ingenieurswesen, Bürokräfte und IT.

Sei es die geplante Renovierungswelle, beziehungsweise Renovation Wave, im Rahmen des Green Deals der Europäischen Kommission oder das Klimaschutzgesetz der Bundesregierung: Die Bedeutung des Gebäudesektors ist für die Klimaschutzziele maßgeblich, so ein Experte. So können zwei Mammutaufgaben miteinander verknüpft werden: Der Klimaschutz und die Schaffung von Arbeitsplätzen. 

Quelle: Bundeverband energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (sw)

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